Gopher ist, oder besser war, ähnlich wie HTTP früher, ein Protokoll zum Abrufen von Informationen. Leider stirbt der "`Gopherspace"' immer mehr aus, da den Lamern c00le Flash-Animationen wichtiger sind als das schnelle Auffinden von Dateien.
Die Informationen sind bei Gopher in einer Art Dateibaum hierarchisch angeordnet, wobei es keine Rolle spielt, auf welchem Server die Daten wirklich vorliegen. Dadurch war es möglich, nur durch wenige Verzweigungen zum Ziel zu kommen.
Bei Goher gibt es einige verschiedene Dateitypen, die durch eine Ziffer oder einen Buchstaben symbolisiert werden (siehe Tabelle
).
Das URL-Pendant (siehe dazu
) von Gopher setzt sich immer aus dem
Dateityp und dem Pfad zusammen, zum Beispiel 1/GNU oder 0/GNU/GPL.txt.
Um zu erst das in der Abbildung
Eingangsmenü via Telnet zu erreichen, verbinden wir uns
mit dem Server (im Beispiel iblech.dyndns.org) auf dem Gopher-Standard-Port
70 und geben ein:
>1/ <1Alles, was mit Linux zu tun hat 1/Linux iblech.dyndns.org 70 + <1Interessante Links 1/Links iblech.dyndns.org 70 + <0Test 0/test iblech.dyndns.org 70 + <.Die einzelnen Rückgabefelder sind dabei durch einen Tabulator getrennt, und geben der Reihe nach
) ist für Gopher also ein Fremdwort.
Ist das Ziel unserer Anfrage eine Datei, ist das auch kein Problem
>0/test <Ich bin eine Test-Datei. <.
So ein geniales Protokoll, wo die Dateien in einem Dateisystem organisiert sind, sollte, meiner Meinung nach, auch weiterhin unterstützt werden.